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  • Weisheit ist für die Praxis
  • Weisheit ist angewandtes Wissen
  • Weisheit verbreitet sich selbst

Weisheit ist für die Praxis

Weisheit ist für die Praxis, nicht für ständiges Sprechen. Wenn wir immer wieder über die Meister, die Strahlen und die Hierarchien sprechen, verpassen wir nur unsere Pflichten für die Gegenwart.

Weisheit ist angewandtes Wissen

Angewandtes Wissen wird zur Weisheit. Wir erwerben viel Wissen, doch es muss im täglichen Leben angewendet werden, dann verwandelt es sich in Weisheit. Durch Weisheit werden wir die Existenz erfahren.

Weisheit verbreitet sich selbst

Wir brauchen nicht darum besorgt sein, die Weisheit zu verbreiten, ohne mit ihr an uns selbst zu arbeiten. Es ist ein falsches Verständnis, wenn man glaubt, die Weisheit verbreiten zu können. Die Weisheit weiss, wie sie sich selbst verbreiten. Sie braucht keine Kanäle.

Saatklänge

Die Wurzeln

Saatklänge

Nach den Weisheitslehren gibt es die Menschheit seit über 18 Millionen Jahren auf unserem Planeten. Während der zweiten Hälfte der lemurischen Epoche, der dritten Welle irdischen Lebens, wurden heilige Klänge von den Devas zu einer Sprache entwickelt und nach und nach der Menschheit zugänglich gemacht. Diese Sprache enthielt Saatklänge und Saatgedanken. Seit dieser Zeit ist der Mensch das einzige Geschöpf auf der Erde, das damit gesegnet ist, sprechen zu können.

Die Saat des lemurische Wissens über den Klang wurde in der Zeit von Atlantis zur Vollkommenheit geführt. Die Klänge waren magisch. Die durch die Klänge ausgeübte Magie war in der ganzen Welt bekannt. Die Menschen verfügten damals über Urteilsvermögen und Einsicht. Sie konnten das Wissen für egoistische Zwecke verwenden oder zum Wohlergehen des Ganzen nutzen. Die Menschheit entwickelte sich auf zwei Wegen, der eine führte zum Diabolischen, der andere zum Göttlichen, und es fand ein Kampf zwischen beiden Gruppen statt. Die hochmütigen Menschen kamen beim Untergang von Atlantis ums Leben, die reinen wurden vom Saatmanu gesammelt und in den Osten geführt, um die Saat der fünften Welle menschlichen Lebens zu bilden. Zum Wohle der Menschheit zog die Hierarchie das Wissen um die Kraft der Klänge und der Magie zurück, um es wieder zurückzugeben, wenn die Menschheit bereit ist, das Wissen weise zu verwenden.

Das Wissen wurde im Himalaja-Gebiet aufbewahrt. Dort gibt es noch Klänge in ihren ursprünglichen Formen, während sie in anderen Regionen verloren gegangen sind. Die Klänge wurden verantwortungsbewussten Aspiranten zur Anwendung gegeben, wenn ein Weisheitslehrer sich von der Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit der Schüler überzeugt hatte.

Saatklänge sind ihrem Wesen nach äusserst wirkungsvoll und feurig. Mantren haben ihre Wurzeln in den Saatklängen und sind abgeschwächte Versionen. Hymnen sind noch weiter abgemildert. Bhajans (devotionale Lieder) stellen die mildeste Form dar. Sie alle sind Abstufungen der Kraft des Klanges. Es ist ein unangemessenes Verständnis, die Saatklänge als östlich, indisch oder Sanskrit zu betrachten. Saatklänge sind weder östlich noch westlich. Sie gehören keiner Religion an, sondern existierten schon lange vor den Religionen. Sie verbreiten sich nun erneut von Ost nach West. Das Wassermannzeitalter überträgt die Klänge weltweit.

Arbeit mit dem Klangschlüssel

Klang erzeugt inneres Feuer, und das Feuer ermöglicht die Transformation unserer Körperzellen. Klang manifestiert subtiles Licht und ermöglicht uns, in dieses Licht einzutreten. Das göttliche Wort tritt als Klang hervor und manifestiert sich als Licht, das sich wiederum in Farben unterteilt. Klang ist ein subtilerer Zustand. Er ist der beste Schlüssel zur inneren Umwandlung und zur Entfaltung von Weisheit. Die Bedeutung des Klangs ist auf den Verstand beschränkt. Der Klang geht jedoch darüber hinaus.

Farbe, Zahl und Symbolik sind weitere Schlüssel, die wir kennen. Klang, Farbe, Zahl und Symbol sind miteinander verbunden und können in Kombination angewandt werden. Über den Schlüssel der Saatklänge zu sprechen, ist etwas ganz anderes, als die Klänge wirklich zu praktizieren. Um mantrische Klänge wirkungsvoll zu intonieren, sollten wir an Körper und Denken rein sein und unsere Sprache richtig benutzen können. Wir sollten aufmerksam zuhören und die entsprechende Disziplin aufgreifen, um die Klänge bewusst anzustimmen. Ohne Disziplin in der Sprache können wir nicht richtig mit dem Klangschlüssel umgehen.

Wenn wir mit Saatklängen arbeiten wollen, sollte unsere Kehle gereinigt werden, indem wir nur die Wahrheit sprechen und rhythmisch und regelmässig arbeiten. Durch Äussern von Saatklängen entstehen machtvolle Klangschwingungen, die unser System verändern. In Verbindung mit der Visualisierung in den entsprechenden Zentren können wir wichtige und wirksame Umwandlungen herbeiführen. Für die Arbeit mit den Saatklängen wird empfohlen, unser Denken mit der Atmung zu verbinden und das Ein- und Ausströmen der Luft zu beobachten. In den Büchern von Sri Kumar über Spirituelles Heilen und Mantren finden sich vertiefte Informationen.

Die zentralen Saatklänge

Der grundlegende Saatklang ist OM, das aus einer Silbe besteht. OM ist der Ursprung der anderen Saatklänge und Mantren. Ohne OM hat ein Mantra keine Wirkung. Daher ist es Tradition, jedes Mantra mit OM zu beginnen, mit Ausnahme einiger weniger Mantren, die OM gleichwertig sind (z. B. GAM GANAPATAYE NAMAH). Die gesamte Schöpfung basiert auf dem Saatklang OM. Nur OM existiert, wir existieren nicht. Wir betreten den Pfad, um den Herrn zu erkennen. Solange wir für uns selbst existieren, werden wir nicht in der Lage sein, den Herrn zu verwirklichen.

Das Herzzentrum ist die Tür zur inneren Existenz. Es gibt dort eine Öffnung, die uns in das System der Wirbelsäule hineinführt. Durch diese Säule läuft der zentrale feinstoffliche Energiekanal, der Sushumna genannt wird. Wenn OM uns in die inneren Räume hineinführt, werden wir die höheren Klänge hören, die sich auf der Grundlage der Sushumna ereignen. Vom Kopf bis zur Basis der Wirbelsäule sind dort die subtilen Energiestrudel der Zentren (Chakren) oder Lotusse. Jeder der sieben Lotusse hat seinen eigenen Saatklang. Das Sahasrara steht im Einklang mit der Gottheit, während die Zentren vom Ajna bis zum Muladhara den Lotussen mit unterschiedlich vielen Blütenblättern entsprechen.

Die Zentren wurden von dem Saatklang erschaffen, der zu dem speziellen ätherischen Zentrum gehört. Der Saatklang jedes Zentrums ist von den Saatbuchstaben abgeleitet. Das göttliche Wort arbeitet durch die Saatbuchstaben, um die Blütenblätter für jedes Zentrum zu entfalten. Somit wird das Wort zu einer Klangschwingung und einer Farbgeschwindigkeit und nimmt Form an. Die Farbe, die dem Lotus eines jeden Zentrums entspricht, entstammt dem Saatklang des Lotus.

In den sieben Zentren sind sieben Saatklänge tätig, und jeder Saatklang hat Klanggruppen als Begleiter. Insgesamt sind 49 (7 x 7) Saatbuchstaben über die sechs Zentren verteilt. Wenn wir alle Buchstaben zusammenfügen, die die Grundlage der Lotusblätter vom Ajna bis zum Muladhara bilden, erhalten wir alle Buchstaben des Sanskrit-Alphabets. Das Sanskrit wird die Sprache der Devas genannt, weil es in dieser Weise wirkt. Die Devas haben das Wort angestimmt und die sieben Existenzebenen erstellt. Insgesamt gibt es 35 (5 x 7) Saatklänge, die die Welt der fünf Elemente verwandeln können, wenn sie entsprechend intoniert werden. Jede Ebene pulsiert mit dem Klang eines bestimmten Buchstabens.

Zu Anfang wird uns empfohlen, uns die ätherischen Lotusse vom Ajna bis zum Muladhara mit der unterschiedlichen Anzahl der Blütenblätter vorzustellen. Wir können auch über die verschiedenen Farben der Lotusse kontemplieren und versuchen, die Blütenblätter mit den entsprechenden Saatklängen wahrzunehmen. Für echte Schüler ist es wichtig, durchzuhalten, zu lernen, zuzuhören, zu üben und so den Wert der Saatklänge zu erkennen.

Machen wir uns zunächst mit den grundlegenden Saatklängen nach esoterischem Verständnis vertraut, verbinden sie mit den Zentren im Körper und kontemplieren über sie. Dann entfaltet sich das Wissen. Wichtig: Wir arbeiten mit den Klängen nicht gezielt an der Stimulierung der Zentren.

Die zentralen Saatklänge, die in vielen Abbildungen zu den sieben Chakren dargestellt werden, sind die exoterischen Klänge. Hinweise zu den entsprechenden esoterischen Klängen werden in dem Tantra der 'Tausend Namen der Weltmutter Lalitha' (Lalitha Sahasranama Tantra) gegeben. Danach lauten die zentralen Saatklänge wie folgt: Kopf/Sahasrara: YAM; Ajna: HAM; Kehle/Visuddhi: SAM; Herz/Anahata: KAM; Solarplexus/Manipuraka: LAM; Sakralzentrum/Svadhistana: RAM; Basiszentrum/Muladhara: DHAM.

Die Klänge haben auch folgende Entsprechungen zu inneren Drüsen und Planeten: YAM: Zirbeldrüse, Jupiter; HAM: Hypophyse, Sonne; SAM: Schilddrüse, Merkur; KAM: Thymusdrüse, Venus; LAM: Bauchspeicheldrüse, Mond; RAM: Keimdrüsen, Mars; DHAM: Nebennieren, Saturn.

Wir sollten verstehen, dass es im Sanskrit Klänge gibt, die in der Aussprache englischer Silben nicht richtig wiedergegeben werden. Auch gibt es den Klang 'SHAM', der sich von 'SAM' unterscheidet. SAM ist mit dem Kehlzentrum verbunden. SHAM ist der Klang von Saturn und bezieht sich auf das Muladhara. Er wird einer höheren Schicht der Muladhara-Blütenblätter zugeordnet.

Der Saatklang HAM wird dem Ajna-Zentrum zugeschrieben. Der Klang YAM gehört zum Sahasrara. Die Klänge HAM und YAM - HAM-YAM, HAYA - verbinden uns mit dem Ajna und dem Sahasrara. Dadurch offenbart sich der Weg zur Unendlichkeit, und wir können die Geheimnisse der Schöpfung erkennen. In der puranischen Symbolik ist Hayagriva der pferdeköpfige Herr der Weisheit.

Der Saatklang RA, RAM, ist der Saatklang des kosmischen Feuers. Er wird wiederholt geäussert, um die Unreinheiten auf der physischen, emotionalen und mentalen Ebene zu verbrennen und die Persönlichkeit durchscheinend zu machen. Wir können vom Ajna bis zum Muladhara RAM intonieren und die gesamte Energie in den sechs Zentren spüren. In Indien wird der Klang RAM mit der Inkarnation des Herrn als Rama identifiziert. Den Klang gab es schon viel früher als die Inkarnation von Rama. Der Saatklang MA steht für die Natur. Der Saatklang SRI, SRIM steht für die göttlichen Natur als Glanz und Herrlichkeit und die Farbe ist Goldgelb. Der Klang bezieht sich auf die Mutter, die den Willen, die Liebe und das Licht darstellt. Viele schreiben in ihrer Freizeit SRI RAM, während sie es dabei im Herzzentrum singen und sich so umwandeln.

DRAM ist der grundlegende Saatklang für Dattatreya. Er überschüttet die Menschen mit Segen für irdische und überirdische Erfüllung, Unsterblichkeit und Selbstverwirklichung. Wenn wir konsequent mit diesem Mantra arbeiten, öffnet es alle Schlüssel der Weisheit.

Verwendete Quellen: K.P. Kumar: Klang - Der Schlüssel und seine Anwendung. Div. Seminarnotizen. Edition Kulapati. D-Münster (www.kulapati.de).