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AUSZÜGE AUS DEN LEHREN

 

Master EK 

 

VISHNU PURANA

EINFÜHRUNG

 

Dies ist eine Übersetzung der Vishnu Purana von Meister EK. Die Vishnu Purana ist die größte von allen Puranen. 50 Jahre lang wurde sie Lord Maitreya von Parasara, dem damaligen Weltlehrer, am östlichen Eingang des Sravasthi (Shigatse) Höhlentempels unter einem Feigenbaum diktiert. Von Vedavyasa wurde die Vishnu Purana in 17 weitere Puranen unterteilt. Meister EK machte sich an eine klare Übersetzung der Purana. In den kommenden Vaisakhbriefen wird die Purana so weit wiedergegeben, wie er sie übersetzt hat. Es ist nur ein sehr kleiner Teil des Ganzen, doch er wird schon als außerordentlich nützlich für die Schüler der Jüngerschaft betrachtet.

 

 

Einführung

 

Die puranische Literatur deckt der Hauptteil der alten Weisheit Indiens ab. Es ist das Hauptziel der Puranen, die korrekte Bedeutung der Veden in Form einer Beschreibung einiger historischer Ereignisse in symbolischer und allegorischer Form wiederzugeben. Damit möchten sie dem Bedürfnis nachkommen, die verschiedenen Wahrheiten der Veden zu erklären. Die Veda bildet das Zentrum in der Ausdehnung des grundlegenden menschlichen Bewusstseins, und durch die Puranen kann man es besser verstehen. Die vedische Literatur ist so umfangreich und kompakt formuliert, dass man einen Spezialisten benötigt, um ihre Bedeutung zu erfassen und sie anderen zugänglich zu machen. Einem gewöhnlichen Leser erscheint sie wie ein Bündel wertvoller, aber unzugänglicher Wahrheiten. Hier kommen uns die Puranen zu Hilfe. In klarer Sprache geben sie die Bedeutung der ganzen vedischen Literatur wieder. Sie erzählen, beschreiben, erklären, veranschaulichen, symbolisieren und enthüllen die vedische Literatur in angenehmer, großartiger Weise. Für den Leser sind sie wie die Oberfläche eines tiefen, stillen Sees, an dessen Ufer er die Mysterien der überragenden Höhen der vedischen Himmel, die sich in ihm spiegeln, ermessen kann.

 

Der puranische Autor findet den Durchgang zwischen der kosmischen und irdischen Welt. Ihm zufolge verhält sich die Gruppe der Universen zyklisch, und diese Zyklen lassen ein bestimmtes Schema erkennen. Er sagt, die Geschichte ist eine Materialisierung der zyklischen Geheimnisse des Universums. Dieses Schema wird von dem Autor in ein historisches Geschehen eingebettet. Eine detaillierte Beschreibung der Jahreszeiten schließt zwangsläufig den Aufbau des Jahres mit ein. Ebenso umfasst die ausführliche Fassung einer Purana die kosmische Weisheit. Dies reicht aus, um das puranische Schema erkennen zu lassen. Dieses Schema hilft uns, einen mühelosen Zugang zur Bedeutung der Veden zu finden.

 

Eine Purana ist wie ein Epos aufgebaut. Jede Purana ist entsprechend einem vorgegebenen Schema abgefasst, das fünf wesentliche Merkmale enthält:

 

Die Entfaltung eines Kosmos zu einem Ei voller verschiedener Universen mit allen Einzelheiten in Bezug auf die Entwicklung der Sonnensysteme und ihrer Planeten. Dieser Aspekt wird ’Sarga’ genannt.

Die Schöpfungsphasen in den nachfolgenden Stufen. Sie werden ’Pratisarga’ genannt.

Die Abfolge der Entwicklung der schöpferischen Intelligenzen, die auf diese Erde herabstiegen. Dies wird ’Vamsa’ genannt.

Die Knotenpunkte und zeitlichen Abgrenzungen im Schöpfungsverlauf. Dies wird ’Manvantara’ genannt.

Die Dynastien der göttlichen Intelligenzen, die als entscheidende Kräfte vom solaren und lunaren Zentrum herabkamen. Dies wird ’Rajavamsanucharita’ genannt.

 

Dieser Entwurf enthält eine mikroskopische Perspektive sowie eine Sicht aus der Vogelperspektive über die ganze Weite einer Schöpfung von ihrer Aussendung bis zu ihrem Verschmelzen.

 

 

Anmerkungen über die Autoren der Puranen

 

Parasara, der Sohn von Sakti, ist der erste Autor, der die Vishnu Purana zusammengestellt hat. Er ist ein Enkel von Vasistha. Ihm ging die Blütezeit der Veden voraus. Damals wurden die puranischen Schlüssel von den Gurus mündlich gebraucht, um die Geheimnisse der Veden zu verbreiten. Parasara konnte das Kali-Zeitalter vorhersehen, in dem das Verstehen der Menschen durch bloße Verstandeskraft getrübt ist und in dem sie ihre Kraft der Zusammenschau im Licht der analytischen Fähigkeit verlieren. So stellte Parasara fest, dass es notwendig war, die puranischen Schlüssel aus der mündlichen Tradition in die Form geschriebener Bücher zu bringen. Er kannte sich im überlieferten vedischen Wissen gut aus und war ein Altmeister der 18 kosmischen Formeln, die er in der Form der Vishnu Purana herausgab. Sein Sohn Vedavyasa arbeitete die verbleibenden 17 Formeln kunstvoll in einzelne Bücher aus. Dann verfasste er eine großartige Ithiha, das Mahabharata. Seine Gültigkeitsbereich und Spielfeld ist für das menschliche Verstehen verwirrend. Dieses Buch enthält in seinen 18 Gesängen die Synthese der 18 Puranen sowie die Bhagavad Gita mit ihren 18 Kapiteln. Sie umfasst die gesamte Bedeutung in jener großen Synthese, die als Yoga bekannt ist. Am Ende befand Vedavyasa sein Werk für ein sorgfältiges Befolgen als zu intellektuell und kompliziert. Er war mit dem, was er für die Nachwelt beigetragen hatte, nicht zufrieden. In aller Kürze stellte er die Aphorismen von Brahma zusammen, aber wieder fand er, dass sie für ein müheloses Befolgen zu steif und zu kurz gefasst waren. Da erhielt er von Narada eine neue Inspiration und verfasste das großartige und letzte Buch über die Veden mit einer besonderen Betonung der Sama Veda. Dies ist die Bhagavata Purana.

 


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"SIEBEN MAL SIEBEN DREHT SICH DAS RAD"

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