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AUSZÜGE AUS DEN LEHREN

  

Master EK 

 

VISHNU PURANA

KAPITEL 5:
Einzelheiten der Schöpfung - 2

 

 

Nachdem die bereits geschilderte Schöpfung vollendet war, nahm Brahmâ, der Schöpfer, einen anderen Körper an, der ein Ausdruck von Rajas war. Während seines Schaffensdrangs fand die Geburt des Hungers statt. Damit schuf der Schöpfer jene Lebewesen, die Hunger empfinden.

Dann entstanden aus dem Hunger viele seiner Formen mit Schnurrbärten. Sie gingen zu ihm und sagten: „Lass uns essen!“ Diese Wesen wurden zu Rakshasas und Yakshas. Brahmâ betrachtete sie, ohne sich besonders an ihnen zu erfreuen.

Dann fand die Geburt der Halbgötter statt. Durch den Instinkt des Rufens geschah die Geburt der Schlangen. Als er sie sah, wurde der Schöpfer wütend. Dann geschah die Geburt von Wut und Boshaftigkeit, danach die Geburt der boshaften Lebewesen wie Adler und Raben, die vom Fleisch der Lebewesen leben. (Es gibt in uns Intelligenzen, die für den Körper tätig sind. Einige haben die Aufgabe, das Fleisch zu absorbieren, das in unserem Körper gebildet wird.) Einige Lebewesen wurden singend aus seinem Körper geboren. Sie wurden die Gandharvas, die Musiker. (Die Intelligenzen, die den Schlag und Rhythmus in uns bewirken, die das Herz schlagen lassen und die Atmung in Schlag und Rhythmus ausarbeiten, werden Gandharvas genannt. Sie regieren in uns den musischen Sinn und befähigen uns, Musik zu lernen, zu spielen und uns an der Musik zu erfreuen.) Sie wurden geboren, während sie den Soma-Saft tranken. (Dies bedeutet, dass sich das musische Bewusstsein in uns ständig an Musik erfreut oder Musik erzeugt, als ob es Musik trinken würde.)

Nachdem er diese Lebewesen durch die Macht des Herrn geschaffen hatte, schuf Brahmâ die Idee einer freien und unabhängigen Bewegung. Dadurch schuf er die Schafe. (Das heißt, er schuf den Widder, das Tierkreiszeichen des Widders, der zu Beginn des Jahres als Kopf des Jahr-Gottes bezeichnet wird.)

Aus seinem Bauch schuf er die Rinder. Aus seinen Füßen schuf er die schnell laufenden Tiere wie Pferde, Rehe usw. Aus seinen Körperhaaren schuf er die einjährigen Kräuter.

Dies alles erschuf er während des zweiten Zeitalters seit dem Beginn der Schöpfung. (Die ganze Schöpfung ist in vier Zeitalter eingeteilt:

Krita Yuga, das Zeitalter des Gesetzes;

Tretâ Yuga, das Zeitalter des Schutzes;

Dwâpara Yuga, das Zeitalter der Nützlichkeit und

Kali Yuga, das Zeitalter der Mühsal und Arbeit.

 

Diese vier Zeitalter werden zusammen das Große Zeitalter genannt; einundsiebzig Große Zeitalter sind in einem Manvantara enthalten.

Nachdem er all diese Lebewesen erschaffen hatte, nutzte er in seinem Opfer das Rind, den Widder, den Menschen und das Pferd. (Die Arbeit, die in Form dieser Tiere geleistet wird, trägt zum wechselseitigen Wohl bei. Daher war es die höchste Art des Opferns, die Yagna genannt wird. All diese Lebewesen leben nur dadurch, dass sie ihre Arbeit für andere Lebewesen opfern. Daher ist die ganze Schöpfung dieser Kreaturen eine Opferung.) Lebewesen, die für solch einen Zweck verwendet werden, werden Gruppenseelen oder die 'Lebewesen der Wohnsitze anderer' genannt. Er erschuf auch wilde Lebewesen, die sich von diesen unterscheiden. Das waren die Tiger, Löwen, Elefanten, Affen und Raubvögel.

 

 

Über die Sommersonnenwende

(Auszug aus dem Vortrag von Dr. K. Parvathi Kumar 2009 in Bad Essen)

 

Die Chemie der Sommersonnenwende

Im Widder ist der Herr, der Sonnengott, das alles verzehrende Feuer. So steht es im Alten Testament. Unser Herr ist so mächtig wie ein alles verzehrendes Feuer. Daher sagen wir, dass der Widder erststrahlig ist oder elektrisches Feuer. Einen solchen Herrn zu empfangen ist sehr schwierig. Wir verbrennen, wenn er erscheint.

Im Widder geschieht der Abstieg des Herrn als reines, elektrisches, strah-lendes Weiß.

Im Stier ist das Feuer im Inneren verborgen, und eine schöne Form er-scheint im Äußeren. Die Wirkung des Herrn ist wie eine homöopathische kleine Pille: äußerlich sehr süß, aber im Inneren sehr machtvoll. Im Stier erscheint der Herr als Macht und Schönheit.

Im Stier geschieht der Abstieg des Herrn als blaues Licht.

In den Zwillingen wird er zu zwei Prinzipen: die Kraft als männliches und die Schönheit als weibliches Prinzip, das positive und das negative Prinzip, das männliche und das weibliche Prinzip, das verteilende und das aufnehmende Prinzip, Mitra und Varuna.

In den Zwillingen geschieht der Abstieg des Herrn als Grün und Blau, Aquamarin.  

Im Krebs 4 steigt der Herr wie ein goldenes Licht in die Herzen der Menschen herab. Der pulsierende Raum wird zum individuellen Raum. Jeder von uns pulsiert aufgrund der Intelligenz von Krebs. Die Geburt der Seelen in die Materie – das geschieht im Zeichen Krebs. Wenn die Seele in der Materie erscheint, kann dies auch die Geburt der Materie und der Tod der Seele bedeuten. Die Wiedergeburt geschieht dann im Steinbock, im gegenüberliegenden Zeichen.

Im Krebs geschieht der Abstieg des Herrn als goldenes Licht.

Auf diese Weise bewegt sich der Herrn der Zeit im Sonnenjahr durch alle zwölf Sonnenzeichen. Er steigt herab und steigt empor. Er steigt herab, bleibt bei uns, arbeitet mit uns auf der physischen Ebene bis zum Skorpion. Danach begibt er sich wieder auf den aufsteigenden Kreisbogen. Wir können uns mit ihm verbinden und ihm folgen. Dann führt er uns durch den Steinbock, Wassermann und die Fische und sogar aus der Umlaufbahn der Erde heraus, wenn er erneut durch den Widder geht. Der Pfad des Herrn ist nicht wie ein Kreis. Er kommt von einem höheren Bogen herunter, tritt in dieses System ein, umkreist das System und verlässt es dann wieder auf dem gleichen aufsteigenden Bogen. Es gibt den aufsteigenden und den absteigenden Bogen, die als Idâ und Pingalâ erfahren werden. Er steigt durch Pingalâ herab, arbeitet sich hinunter bis zum Basiszentrum und nimmt dann wieder den Weg zurück auf dem aufsteigenden Bogen im Widder. Dies wird der Übergang in höhere Kreise genannt. Jedes Jahr vollbringt er es, und wer ihm folgen möchte, kann dies tun. Wenn nicht, hat man beim nächsten Mal eine erneute Chance. Ist das nicht schön? Kann es größeres Mitgefühl geben? Der Herr hat so viel Mitgefühl, dass er zu uns kommt, in uns eintritt und bereit ist, auch unsere Probleme auf der physischen Ebene zu lösen. Wenn wir ihm dann folgen möchten, gibt er uns Führung. Doch wenn einmal unsere Probleme gelöst sind, brauchen wir ihn nicht länger. Wir benötigen Gott oder den Meister nur für unsere Probleme, aber wir sind nicht bereit, mit ihm durch das letztendliche Tor zu schreiten. Er ist aber bereit, jene zu führen, die mit ihm gehen wollen. Er zwingt niemandem etwas auf. Wenn sie unterwegs aufgeben, dann weiß er, dass sie sich ihm ein anderes Mal wieder anschließen werden – und wenn nicht, dann in der nächsten oder übernächsten Runde.  

 

Die göttlichen Aspekte des Herrn in jedem Sonnenzeichen

 

1       Im Widder kommt der Herr als elektrisches Feuer herab.

2       Im Stier kommt der Herr als Schönheit herunter, die Liebe in ihrer reinsten Form ist.

3       In den Zwillingen kommt der Herr als Freund herunter. Freundlichkeit ist das wahre Prinzip in den Zwillingen. Sie ist eine andere Dimension der Liebe. Man kann nicht sagen, welche von beiden – Freundlichkeit oder Liebe – größer ist. Wenn Eins zu Zweien wird, dann hat man zur Freude einen Mitreisenden. Mann und Frau kommen aus der gleichen Quelle, so dass sie gemeinsam reisen können. Die gemeinsame Reise ist aber nicht dazu gedacht, dass man sich gegenseitig bekämpft.

                        Bis zur Heirat sind die Menschen Freunde. Danach haben sie nur ein einziges Programm, und das ist miteinander zu kämpfen. Es geschehen Verdrehungen und Umkehrungen. Die Freundlichkeit verschwindet, und das Kämpfen tritt in den Vordergrund. Aber der Herr in den Zwillingen ist freundlich. Er ist der Freund des Universums. Der Sanskrit-Name für Freundlichkeit ist Maitreya, und er regiert die Zwillinge. Vor 5000 Jahren wurde der Herr als Maitreya am Zwillinge-Vollmond geboren. Er ist der beste Freund auf dem Planeten und eine Verkörperung der Freundlichkeit.

4       Im Krebs ist der Herr der Lehrer, der Meister. Als Meister kommt er herunter, um den Menschen zu helfen. Dies ist der leichtere Weg für die Menschen, sich mit ihm zu verbinden. Er tritt in unsere Herzen ein, und wir müssen das Nötige tun, damit wir uns nicht im Kopf aufhalten, sondern im Herzen auf den Lehrer warten. Der Lehrer ist wie ein Katalysator. Man kann es auch mit dem Ferment vergleichen, das die Milch in Yoghurt umwandelt. Es findet ein chemischer Prozess statt, aber der Katalysator verändert sich nicht.

                        In jeder chemischen Fabrik wird für alle chemischen Prozesse ein Katalysator verwendet. Mithilfe eines Katalysators wird das Rohmaterial umgewandelt. Der Katalysator jedoch verändert sich nicht. Er löst sich nicht auf, aber seine Gegenwart bewirkt den chemischen Vorgang. Ein Katalysator lässt sich auch nicht in den Prozess hineinziehen; allein durch seine Anwesenheit wird es den Lebewesen möglich, sich zu transformieren. Aus diesem Grund ist die Gegenwart des Lehrers so wichtig, damit eine schnellere Transformation stattfinden kann.

5       Der Herr im Löwen, der als Lehrer kommt, verwandelt sich in goldgelbes Licht, in eine goldgelbe Form. Es ist das Sonnenlicht oder das solare Feuer im Gegensatz zum elektrischen Feuer oder kosmischen Feuer.

6       In der Jungfrau symbolisiert der Herr Reinheit. Wenn wir mit Reinheit arbeiten, wird der jungfräuliche Aspekt mehr und mehr erfahren.  

7       Der Herr in der Waage ist Schönheit in der Form. Die Schönheit, von der wir vorher gesprochen haben, ist Schönheit ohne Form. In der Waage ist die Schönheit in der Form. Verehrung der Schönheit in der Form führt uns zur formlosen Schönheit. Wenn wir eine schöne Rose sehen, dann werden wir zu ihr hingezogen. Nach wenigen Tagen wird die Rose jedoch ihre Form und auch ihren Duft verlieren. Aber die Schönheit und der Duft bleiben bei uns. Wenn jemand über eine Rose spricht, fühlen wir ihre Gegenwart, weil unser Bewusstsein sich unmittelbar an ihre Schönheit und ihren Duft erinnert. So führt die Schönheit in der Form zur formlosen Schönheit.

8       Der Herr im Skorpion wird in der Bibel als die Schlange dargestellt, die vom Baum herunterkommt und den Boden berührt. Der Herr ist verborgen. Deshalb gilt der Skorpion als Zeichen der Geheimnisse, der Verschwiegenheit, der Dunkelheit. Aber der Herr ist das Licht in der Dunkelheit. Alle geheimen Höhlentempel gehören zum Skorpion. Aber auch sämtliche kriminellen Handlungen gehören zum Skorpion.

                        Im Skorpion befindet sich der Herr an der untersten Spitze des Mûlâdhâra, im Gegensatz zum sich ausdehnenden elektrischen Licht im Widder. Der Schwanz der Schlange befindet sich im Skorpion, und der Kopf der Schlange ist im Widder. Im Skorpion ist der Herr das verborgene Licht, das heißt, er ist sogar im gröbsten und dichtesten Materieteilchen.

9       Der Herr im Schützen ist der Adler, der sich erhebt und aufsteigt. Es ist der Beginn des Aufstiegs.

10       Der Herr im Steinbock symbolisiert den Adler, der abhebt und sich aufschwingt. Manche Leute sehen den Aufstieg im Steinbock, für einige beginnt der Aufstieg bereits im Schützen. Jene, die das okkulte Sehvermögen haben, können erkennen, wo der Boden berührt wird. Für sie beginnt bereits dort der Aufstieg. Zum Beispiel ist die Rollbahn, von der ein Flugzeug abhebt und auf der es landet, derselbe Boden. Deshalb sagt man, dass der Skorpion '4 Stunden vor der Morgendämmerung' ist, ungefähr 2 Uhr nachts. Um 6 Uhr findet die Morgendämmerung statt. Vom Schützen heißt es, dass er '2 Stunden vor der Morgendämmerung' ist, und der Steinbock ist die Morgendämmerung. Deshalb findet im Steinbock der sichtbare Flug statt. Dort wird der Herr als der Retter, der Heiland, bezeichnet. Die Passagiere befinden sich im Inneren des Flugzeugs, und der Vogel hebt ab. Wer nicht mit dem Flugzeug mitgekommen ist, muss auf das nächste Flugzeug warten.  

-       Im Wassermann ist der Herr der allgegenwärtige und allmächtige Gott und auf allen Ebenen zugänglich.

=       In den Fischen ist der Herr jenseits aller Sichtbarkeit. Dort ist er die Grundlage aller Aktivität: der Herr als Weltmutter, als Aditi, als Gâyatrî usw.

 

Im Widder geschieht dann der Übergang.

Auf diese Weise kann man das Sonnenjahr betrachten. Bei diesem Schauspiel von der Sommersonnenwende an treten wir in jene zyklische Bewegung des Herrn der Zeit ein, in der er in den Krebs geht. Der Krebs repräsentiert den Herzbereich, die Brust, den Lebens- und Kreislaufaspekt. Das Blut selbst gehört zum Widder, während der Blutkreislauf sowie die Pulsierung vom Krebs regiert werden. Der Eintritt des Herrn in den Krebs ist ein Augenblick der Kontemplation, weil Krebs das zweite kardinale Zeichen des Tierkreises ist. Das erste kardinale Zeichen ist Widder. Dort geschieht der erste Abstieg, und im Krebs, im zweiten kardinalen Zeichen, geschieht der zweite Abstieg. Der Herr tritt in uns ein, pulsiert und zirkuliert durch das Blut.

 


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"SIEBEN MAL SIEBEN DREHT SICH DAS RAD"

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