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The
World Teacher Trust
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Buchvorstellung von Dr. K. Parvathi Kumar
Die Heirat ‑ ein Sakrament
Das Naturgesetz Es ist ein Gesetz der Natur, das,
was du empfängst, auch zu geben, um einen Ausgleich zu schaffen. Wenn du mehr
bekommst als du gibst, bindet es dich. Wenn du mehr gibst als du erhältst,
schwächt es dich. Wenn du dafür sorgst, dass Geben und Nehmen in gleichem Masse
fliessen, kannst du im Gleichgewicht leben. Das lässt sich für alle
Lebensbereiche anwenden, auch in bezug auf deinen Körper. Wir erhalten unsere
Körper durch die Eltern, also haben wir auch die Pflicht, für eine andere Seele
einen Körper bereitzustellen. Der Same wird zum Baum, um Früchte und neue Samen
hervorzubringen. Dies ist das Gesetz, durch das die Natur ihren Fortbestand
sichert. Wir erhalten die Unterstützung der Gesellschaft, deshalb müssen wir
auch die Gesellschaft unterstützen. In jungen Jahren erhalten wir durch unsere
Eltern und andere Familienmitglieder Hilfe und Unterstützung, daher müssen auch
wir, wenn wir erwachsen sind, den Jüngeren unsere Hilfe zukommen lassen. Wir
lernen von den Älteren, folglich müssen auch wir die Jüngeren lehren.
DIE VERANTWORTUNG Der Zweck der Heirat liegt daher
in der Pflicht, für andere Seelen Körper zur Verfügung zu stellen. Doch geht es
bei der Heirat nicht nur darum, der inkarnierenden Seele irgendeinen Körper
anzubieten, es soll auch ein gesunder Körper sein.
Das macht die Verantwortung noch
grösser. Heutzutage vererbt der Mensch seinen Nachkommen immer öfter
Krankheiten anstatt Gesundheit und Wohlstand. Ein Paar, dessen Gedanken und
Gefühle, Sprache und Handlungen etwas Krankes an sich haben, gibt diese
Krankheit unweigerlich an seine Nachkommen weiter. Daher sollte die Vereinigung
stattfinden, wenn sich alle Ebenen (mental, emotional und physisch) in einem
gesunden Zustand befinden. Ein Diabetiker sollte zum Beispiel dafür sorgen,
dass sein Zuckerspiegel in Ordnung ist, bevor er ein Kind plant. Eine
fettleibige Person sollte erst ihr Gewicht reduzieren, bevor sie sich vornimmt,
ein Kind zu bekommen.
Angeborene Krankheiten sind nicht
leicht zu hellen. Deshalb ist es eine Vorbedingung für die Geburt einer Seele,
dass das Paar auf seine Gesundheit achtet.
Ausserdem sollte zwischen den
Partnern ein gewisser Grad an Harmonie herrschen. Ein Paar, das in Konflikt
lebt, bringt Kinder hervor, die ein widersprüchliches Naturell oder innere
Konflikte haben. Gesundheit und Harmonie sind also
wichtige Voraussetzungen, wenn man inkarnierenden Seelen einen Körper geben
möchte.
DIE POLARITÄT DER GESCHLECHTER ‑ DER GANDHARVA Die Natur pflanzt sich mit Hilfe
ihrer Lebewesen fort. Um diese Fortpflanzung durchzuführen, erzeugt sie die
Kraft der sexuellen Anziehung: Kama. Dieses Prinzip des Kama ist als ein
"Gandharva" bekannt und bildet die Grundlage für die magnetische
Kraft eines kosmischen Prinzips, das Soma genannt wird, Das Soma‑Prinzip
verbreitet sich auf dem Planeten Erde, indem es sich durch den Mond
widerspiegelt, der die Erde als Satellit umläuft. Kama, der Gandharva, bewegt
sich mit Hilfe von Soma weiter und ist für die Frische der Jugend zuständig.
Diese jugendliche Frische entfaltet sich in der Braut und im Bräutigam bis
unmittelbar vor der Heirat immer mehr, und wird "Pendhi Kala' der Glanz
genannt.
Die Braut und der Bräutigam sind
dann bezaubernd und gewinnen immer mehr Anziehungskraft füreinander. In der
Vorstellung der Seher früherer Zeiten ist dies das Werk des Gandharva.
Während des Heiratsrituals wird
dieser Gandharva angerufen, verehrt und zufrieden gestellt, damit dem Paar das
Glück zuteil wird, die Seligkeit des Sakramentes der Ehe zu erfahren.
Jene, welche die Kraft des
Gandharva durch das Heiratsritual erkennen und verwirklichen, gewinnen die
richtige Einstellung zum Sex. Für sie ist die Polarität der Geschlechter ein
Mittel, gute Nachkommen zur Welt zu bringen. Andere, die den Zweck und die Macht
des Gandharva nicht erkennen, sehen in der Sexualität nicht mehr ein Werkzeug
der Fortpflanzung sondern sie werden zu Werkzeugen der Sexualität.
Anstatt in der Vereinigung mit
der sexuellen Kraft zusammenzuarbeiten, wird das Paar davon überwältigt und
würdigt so den Zeugungsakt zu einer tierischen Aktion herab, die wiederum
tierische Menschen hervorbringt. Ein Mensch, der von der Kraft der Sexualität
überwältigt wird, gleicht einem Schiff in einem Wirbelsturm. Die Macht der
Sexualität richtet ihn zugrunde und lässt ihn für den Rest seines Lebens mit
gesundheitlichen Schäden zurück.
Die eheliche Gemeinschaft Die Ehe bietet eine lebenslange
Gemeinschaft und Partnerschaft. Der Mann lernt dabei, für die Frau zu arbeiten,
und die Frau lernt, für den Mann zu arbeiten. "Einer für den anderen' ist
die Tugend, die schrittweise verwirklicht wird und den Menschen gleichzeitig
emporhebt. Jeder der Partner lernt, seine Bequemlichkeit dem anderen zuliebe zu
opfern und seine Freude mit dem anderen zu teilen. "Geben und Nehmen"
sowie "Teilen und Verteilen" werden allmählich entwickelt. Vor allem
lernen die Menschen dadurch, den Standpunkt anderer zu akzeptieren, was einen
grossen Schritt in der Evolution darstellt. Auf ganz natürliche Weise lernen
die Partner voneinander und lehren einander.
Die gegenseitige Anteilnahme und
das Sorgen füreinander entfaltet die Blütenblätter des Herzens, und der Mensch
erfährt allmählich die Seligkeit der Liebe. Der Mann beschützt die Frau und
wahrt ihre Interessen, und die Frau achtet auf die Bedürfnisse des Mannes.
Durch diesen Prozess erreichen die Partner einen Zustand gegenseitiger
Identifizierung, in dem die Vereinigung der Seelen erfahren wird, im
Unterschied zur Vereinigung der Körper. Damit wird das Einssein verwirklicht.
DIE GRUPPE Wenn Mann und Frau in solcher Harmonie und Gesundheit leben und Seelen die Geburt ermöglichen, haben sie eine Pflicht gut erfüllt. Doch damit sind noch nicht alle Pflichten erledigt. Wenn sie Kinder zeugen, müssen
sie auch gemeinsam dafür sorgen, dass diese in der richtigen Atmosphäre
aufwachsen können. Die Kinder sollen richtig ernährt werden und die rechten
Gewohnheiten und Lebenseinstellungen vermittelt bekommen. Nur dann ist die
Pflicht wirklich erfüllt. So arbeiten beide Partner für ihre Kinder und lernen
in diesem Prozess weitere Lektionen im Opferbringen. Wenn sich die Familie
vergrössert, so dass vielleicht vier oder fünf Mitglieder zusammenleben, wird
allmählich Gruppenbewusstsein gewonnen, im Gegensatz zum individuellen
Bewusstsein. Auch das ist ein Schritt der Bewusstseinserweiterung. So stellt
die Familie eine wichtige Schule dar, um die Lektionen des Lebens zu lernen. In
der Tat ist sie von der Natur als die Schule geplant, in der wir die
fundamentalen Dinge des Lebens lernen.
Wenn sich die Familie harmonisch entwickelt, entsteht oftmals eine gegenseitige Anhänglichkeit, die eine Identifizierung auf der Seelenebene erschwert. Diese Art von Verbundenheit ist die niedere Form der Liebe. Sie fesselt die Menschen und schränkt sie ein. Liebe hingegen ermöglicht es, ohne Fesseln gemeinsam zu leben und Erfahrungen zu sammeln. "Stehe frei inmitten der anderen" ist der Leitgedanke des Familienlebens.
Im Osten entartet die Liebe zwischen den Familienmitgliedern oft zu einer überstarken Bindung an die Familie, während im Westen die Entartung in der Gleichgültigkeit oder Absonderung liegt. Eine Ausgewogenheit zwischen diesen beiden Extremen ermöglicht uns, die Liebe im Familienleben zu erfahren.
Falls Sie gerne Bücher des World Teacher Trust beziehen möchten, wenden Sie sich bitte an den Buchhandel oder an eine der angegebenen Adressen.
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