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„Jupiter”

von Dr. K. Parvathi Kumar

 

Dr. K. Parvathi Kumar: Jupiter 

Jupiter verursacht eine Neuordnung des Energiesystems, wenn man den entsprechenden Prinzipien folgt. Eine solche Neuordnung wird ein Eisenstück in einen Magneten umwandeln. Die Werkzeuge für die Ausweitung des Bewusstseins des Menschen sind im Menschen selbst. Die Werkzeuge sind nichts anderes als die gestörte Ordnung der Energie. Jupiter verleiht die erforderliche Anpassung und Ausweitung. Es gibt einen intelligenten Weg mit Jupiter zu arbeiten, um eine rasche Ausweitung des Bewusstseins zu erlangen. Die entsprechenden Hinweise werden in dem Buch gegeben, das aus den Lehren von Dr. K. Parvathi Kumar entstammt.

 

Inhalt: Das Saturn- und das Jupiterprinzip; Systematisierung und Expansion; Synthese und Gleichgewicht; Rituelles Arbeiten; Der richtige Umgang mit Geld; Geben mit Unterscheidungsvermögen; Die Geburt des Raumes und der Klangaspekt; Das Jupiter-Mantram HAMSA SIVA SOHAM; Sarasvati – Das Fliessen des Wortes; Die Hasta-Konstellation und das Ganesha-Mantram; Das Jupiter- und das Saturn-Prinzip.

 

Edition Kulapati, Deutschland, 1999.

ISBN: 3-930637-17-0      Über den Autor

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Leseprobe:

Das Saturn- und das Jupiterprinzip

 

Das Sein und Werden haben wir in unserer Betrachtung über Saturn (im Buch: K. Parvathi Kumar: Saturn, Edition Kulapati) behandelt. Befinden wir uns im Prozess des Werdens, des Geschehens, unterliegen wir Begrenzungen. Wenn wir durch das saturnische Training gegangen sind, können wir unsere eigenen Begrenzungen erkennen und sie zu überwinden versuchen. Zuerst nehmen wir unsere Begrenzungen wahr, und sie werden uns bewusst. Schliesslich bemühen wir uns, sie zu beseitigen. Das Erkennen ist leicht. Oft bemerken wir, dass wir in unverantwortlicher Weise sprechen. Es ist jedoch schwer, dies vollkommen zu akzeptieren. Aber nur, wenn wir dazu fähig sind, können wir eine Berichtigung vornehmen. Das Erkennen, das Sich-Vergegenwärtigen und das Beseitigen von Begrenzungen sind Voraussetzungen, um von Saturn an Jupiter zur Expansion und Entfaltung weitergereicht zu werden.

 

Saturn ist der Planet der Begrenzungen und Jupiter der Planet der Expansion und Entfaltung. Wir sollten besser vom Saturn- und Jupiterprinzip sprechen, denn der Planet ist nur ein Körper, durch den das Prinzip arbeitet.

Wenn wir unsere Begrenzungen akzeptieren und versuchen, sie zu beseitigen, findet in uns automatisch eine Erweiterung statt. Wenn wir also den saturnischen Aspekt akzeptieren, kommt automatisch auch der Jupiteraspekt zur Wirkung. Erweiterung ist nur möglich, wenn wir uns unserer Begrenzungen bewusst werden. Sobald wir unsere Grenzen erkennen, versuchen wir, mit ihnen zu arbeiten und sie zu überwinden. Dieses Überwinden ist um Aspekt von Jupiter, weil sein Prinzip Expansion und Durchdringung ist.

 

Es ist nicht möglich, mit Jupiter zu arbeiten, wenn man nicht zuvor mit Saturn gearbeitet hat. Deshalb schlägt Meister CVV für den Anfang das saturnische Training vor. Wir alle hätten gern viele schöne und angenehme Dinge, ohne jedoch das Unangenehme und Unerfreuliche in uns zu entfernen. Ein Haus muss gründlich gereinigt werden, bevor es mit frischen Dingen gefüllt werden kann. Auch Geschirr und Bestecke vom Vorabend müssen zuerst gewaschen werden, ehe wir sie zum Frühstück wieder verwenden können.

 

Die Dinge, die unrein in uns sind, wollen wir nicht gern beseitigen; wir möchten aber, dass viele reine Dinge zu uns kommen. Das kann nur geschehen, wenn wir vorher die alten, unsauberen Dinge entfernt haben. Aus diesem Grund beginnt jedes spirituelle Training mit Saturn. Wer nicht mit dem Saturnprinzip arbeitet, kann nicht den nächsten Schritt machen. Es mag vielleicht den Anschein haben, dass man die nächste Stufe erreicht hat, aber in Wahrheit ist man stehengeblieben. Ein Mensch, der nicht systematisch ist, muss sich erst mit der Hilfe von Saturn ein System erarbeiten.

 

Jupiter verkündet das Gesetz, und Saturn verwaltet es. Jupiter ist der Gesetzgeber und Saturn der Polizist, der das Gesetz durchsetzt. Wenn wir lernen, das Gesetz zu achten, dann handeln wir im Einklang mit dem Jupiterprinzip. Das ist ein fundamentaler Aspekt, den wir berücksichtigen müssen.

 

Über Jupiter lesen wir, dass er ein wohltätiger Planet ist. Noch wohltätiger ist jedoch Saturn. Er führt die unangenehme Arbeit aus, indem er zuerst den Schmutz entfernt und die Dinge bereinigt.

 

Jupiter ist das Prinzip des Meisters. Wir sollten eine Bestandsaufnahme unserer Persönlichkeit machen, bevor wir mit der wirklichen spirituellen Praxis beginnen. Was tragen wir an nützlichen oder unnützen Dingen mit uns herum? Nach dieser Bestandsaufnahme können wir alles neu ordnen. Das ist der Punkt, an dem Jupiter in Erscheinung tritt und für uns arbeitet. Sind wir aber noch nicht bereit und gewillt, diese innere Neuausrichtung und Neuordnung vorzunehmen, kann Jupiter nichts für uns tun, weil ihm Saturn dazu noch die Erlaubnis verweigert. Alles muss zuerst von Saturn geklärt werden.

 

Es ist wie bei der Einreise in ein fremdes Land. Zuerst findet die Ausweiskontrolle statt, dann die Zollabfertigung. Erst danach dürfen wir das Land betreten. So ist es auch, wenn wir das ewige Reich betreten. Saturn gewährt uns den Eintritt.

 

Erst dann können wir mit Jupiter den nächsten Schritt machen. So haben wir zuerst die Halle des Lernens. Lernen heisst nicht Bücherlesen. Es gibt viele Menschen, die Bücher lesen, andere Menschen treffen und sich immer mehr Wissen   aneignen. Das ist nicht Lernen! Lernen bedeutet, das eigene Selbst, das eigene Verhalten, die eigene Persönlichkeit zu berichtigen und neu auszurichten. Das ist die Halle des Lernens. Wenn dieses Lernen vervollständigt und abgeschlossen ist, kommen wir in die Halle der Weisheit, und wenn wir durch die Halle der Weisheit gegangen sind, dürfen wir das Allerheiligste, das Sanctum Sanctorum, betreten: die Halle der Erfahrung.

 

Täglich müssen wir sehen, ob es irgend etwas zu lernen gibt - lernen in bezug auf Neustrukturierung und Neugestaltung unseres Verhaltens. Damit treten wir in den Weisheitsaspekt ein, und durch die Weisheit kommen wir zur Erfahrung. Angewandtes Wissen wird zu Weisheit. Wir sammeln eine Menge Wissen, aber es muss im täglichen Leben Anwendung finden, um Weisheit zu werden. Durch die Weisheit werden wir die Existenz erfahren. Dies sind die drei Schritte und die fundamentalen Dinge, an die wir uns auf dem Weg von Saturn zu Jupiter erinnern müssen.

 

Falls Sie gerne Bücher des World Teacher Trust beziehen möchten, wenden Sie sich bitte an den Buchhandel oder an eine der angegebenen Adressen.

 


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