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The
World Teacher Trust
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Buchvorstellung von Dr. K. Parvathi Kumar
Das Saturn- und das Jupiterprinzip Das Sein und Werden haben wir in unserer Betrachtung über Saturn (im Buch:
K. Parvathi Kumar: Saturn, Edition Kulapati) behandelt. Befinden wir uns im
Prozess des Werdens, des Geschehens, unterliegen wir Begrenzungen. Wenn wir
durch das saturnische Training gegangen sind, können wir unsere eigenen
Begrenzungen erkennen und sie zu überwinden versuchen. Zuerst nehmen wir unsere
Begrenzungen wahr, und sie werden uns bewusst. Schliesslich bemühen wir uns,
sie zu beseitigen. Das Erkennen ist leicht. Oft bemerken wir, dass wir in
unverantwortlicher Weise sprechen. Es ist jedoch schwer, dies vollkommen zu
akzeptieren. Aber nur, wenn wir dazu fähig sind, können wir eine Berichtigung
vornehmen. Das Erkennen, das Sich-Vergegenwärtigen und das Beseitigen von
Begrenzungen sind Voraussetzungen, um von Saturn an Jupiter zur Expansion und
Entfaltung weitergereicht zu werden. Saturn ist der Planet der Begrenzungen und Jupiter der
Planet der Expansion und Entfaltung. Wir sollten besser vom Saturn- und Jupiterprinzip
sprechen, denn der Planet ist nur ein Körper, durch den das Prinzip arbeitet. Wenn wir unsere Begrenzungen akzeptieren und versuchen, sie zu
beseitigen, findet in uns automatisch eine Erweiterung statt. Wenn wir also den
saturnischen Aspekt akzeptieren, kommt automatisch auch der Jupiteraspekt zur
Wirkung. Erweiterung ist nur möglich, wenn wir uns unserer Begrenzungen bewusst
werden. Sobald wir unsere Grenzen erkennen, versuchen wir, mit ihnen zu
arbeiten und sie zu überwinden. Dieses Überwinden ist um Aspekt von Jupiter,
weil sein Prinzip Expansion und Durchdringung ist. Es ist nicht möglich, mit Jupiter zu arbeiten, wenn
man nicht zuvor mit Saturn gearbeitet hat. Deshalb schlägt Meister CVV für den
Anfang das saturnische Training vor. Wir alle hätten gern viele schöne und
angenehme Dinge, ohne jedoch das Unangenehme und Unerfreuliche in uns zu
entfernen. Ein Haus muss gründlich gereinigt werden, bevor es mit frischen
Dingen gefüllt werden kann. Auch Geschirr und Bestecke vom Vorabend müssen zuerst
gewaschen werden, ehe wir sie zum Frühstück wieder verwenden können. Die Dinge, die unrein in uns sind, wollen wir nicht
gern beseitigen; wir möchten aber, dass viele reine Dinge zu uns kommen. Das
kann nur geschehen, wenn wir vorher die alten, unsauberen Dinge entfernt haben.
Aus diesem Grund beginnt jedes spirituelle Training mit Saturn. Wer nicht mit
dem Saturnprinzip arbeitet, kann nicht den nächsten Schritt machen. Es mag
vielleicht den Anschein haben, dass man die nächste Stufe erreicht hat, aber in
Wahrheit ist man stehengeblieben. Ein Mensch, der nicht systematisch ist, muss
sich erst mit der Hilfe von Saturn ein System erarbeiten. Jupiter verkündet das Gesetz, und Saturn verwaltet es.
Jupiter ist der Gesetzgeber und Saturn der Polizist, der das Gesetz durchsetzt.
Wenn wir lernen, das Gesetz zu achten, dann handeln wir im Einklang mit dem
Jupiterprinzip. Das ist ein fundamentaler Aspekt, den wir berücksichtigen
müssen. Über Jupiter lesen wir, dass er ein wohltätiger Planet
ist. Noch wohltätiger ist jedoch Saturn. Er führt die unangenehme Arbeit aus,
indem er zuerst den Schmutz entfernt und die Dinge bereinigt. Jupiter ist das Prinzip des Meisters. Wir sollten eine
Bestandsaufnahme unserer Persönlichkeit machen, bevor wir mit der wirklichen spirituellen
Praxis beginnen. Was tragen wir an nützlichen oder unnützen Dingen mit uns
herum? Nach dieser Bestandsaufnahme können wir alles neu ordnen. Das ist der
Punkt, an dem Jupiter in Erscheinung tritt und für uns arbeitet. Sind wir aber
noch nicht bereit und gewillt, diese innere Neuausrichtung und Neuordnung
vorzunehmen, kann Jupiter nichts für uns tun, weil ihm Saturn dazu noch die
Erlaubnis verweigert. Alles muss zuerst von Saturn geklärt werden. Es ist wie bei der Einreise in ein fremdes Land. Zuerst findet die
Ausweiskontrolle statt, dann die Zollabfertigung. Erst danach dürfen wir das
Land betreten. So ist es auch, wenn wir das ewige Reich betreten. Saturn
gewährt uns den Eintritt. Erst dann können wir mit Jupiter den nächsten
Schritt machen. So haben wir zuerst die Halle des Lernens. Lernen heisst nicht
Bücherlesen. Es gibt viele Menschen, die Bücher lesen, andere Menschen treffen
und sich immer mehr Wissen aneignen. Das
ist nicht Lernen! Lernen bedeutet, das eigene Selbst, das eigene Verhalten, die
eigene Persönlichkeit zu berichtigen und neu auszurichten. Das ist die Halle
des Lernens. Wenn dieses Lernen vervollständigt und abgeschlossen ist, kommen wir in die Halle der Weisheit,
und wenn wir durch die Halle der Weisheit gegangen sind, dürfen wir das
Allerheiligste, das Sanctum Sanctorum, betreten: die Halle der Erfahrung. Täglich müssen wir sehen, ob es irgend etwas zu lernen gibt - lernen in bezug auf Neustrukturierung und Neugestaltung unseres Verhaltens. Damit treten wir in den Weisheitsaspekt
ein, und durch die Weisheit kommen wir zur Erfahrung. Angewandtes Wissen wird
zu Weisheit. Wir sammeln eine Menge Wissen, aber es muss im täglichen Leben
Anwendung finden, um Weisheit zu werden. Durch die Weisheit werden wir die
Existenz erfahren. Dies sind die drei Schritte und die fundamentalen Dinge, an
die wir uns auf dem Weg von Saturn zu Jupiter erinnern müssen.
Falls Sie gerne Bücher des World Teacher Trust beziehen möchten, wenden Sie sich bitte an den Buchhandel oder an eine der angegebenen Adressen.
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